Holger Zimmermann - FC Berlin und Frauenfußball

Ich gehöre – leider – zu diesen dummen Männern, die, wenn sie Frauenfußball sehen, auf zwei andere Bälle achten. Schämen muss ich mich auch dafür, dass ich beim Torjubel darauf warte, dass sie endlich das Trikot ausziehen wie die Männer. Auch der Trikottausch nach dem Spiel wäre interessant.

Schluss mit dem Stammtisch.

Auf dem Spielfeld sehe ich eine auf dem Boden liegende junge Frau, die ihr Bein umklammert und vor Schmerzen brüllt. Irgendwer hat ihr wehgetan. Ich mag nicht, dass irgendeiner Frau wehgetan wird, auch nicht von einer anderen Frau. Das ist mein Dilemma. Zugucken beim Frauenfußball. Ich mag nicht, wenn eine Frau vor Schmerzen brüllt. Ich mag nicht, wenn sie wie Männer sind.

Wenige Minuten später spielte die am Boden liegende Frau weiter. Ich hätte sie nicht weiterspielen lassen, ich hätte sie getröstet, gestreichelt. Frauen sollten Rosen züchten. Frauen sollten Männer verführen. Frauen sollen sich nicht die Knochen zusammenschlagen lassen. Frauen sind das poetische Gegenteil des Mannes. Ich mag keine boxenden, Fußball spielenden Frauen, ich mag Frauen mit Lippenstift. Ich mag keine Frauen, die rempeln. Ich mag Frauen, die nach Parfüm riechen. Ich mag Frauen, die sagen: „Trag die Tasche, sie ist mir zu schwer".

Wahrscheinlich bin ich der letzte Idiot, was Frauen betrifft, aber ich bin so.

Mit allen guten Wünschen Holger Zimmermann

Zusatzinfo: Dieser Text ist leider nicht von mir, sondern von Franz Josef Wagner dem BILD Kolumnisten von Seite 2. Aber ich hätte meine Meinung zum Frauenfußball nicht besser beschreiben können und so schreibe ich lieber ab.

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Lektion 3:

Eines der beliebtesten Themen unter Fans sind die Trainer. Es werden gar Wetten auf den kommenden Rauswurf eines Trainers abgeschlossen. Maßen Sie sich kein individuelles Urteil an, doch deckeln sie jegliche Gespräche mit dem Spruch:

»Ein Trainer kann noch so gut sein. Was zählt, ist der Erfolg.«

Sie werden in der Regel Kopfnicken ernten. Und falls nicht, setzen Sie noch die gute, alte Udo-Lattek-Anekdote oben drauf. Erzählen Sie, wie er als Trainer zum Präsidenten ging und sagte, dass sich etwas ändern müsse. »Der Präsident sagte: Es wird sich etwas ändern. Sie sind entlassen.« Genießen Sie das Glucksen der Umstehenden oder wahlweise den herzlichen Applaus. Sollten Sie Bedenken haben, dass diese Anekdote sich irgendwann abnutzen könnte, so seien Sie beruhigt: Das hat Udo Lattek auch nicht gestört.

 

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